Keynotes SFEM 2008

K1 - Policy and practice around OERs: the UK Open University experience
Referent: Prof. Andy Lane, PhD, The Open University
The decision to make some of its educational resources freely available in an open learning environment resulted from a strategic review of OERs and their relevance to open education. The resulting OpenLearn website (www.open.ac.uk/openlearn) has been used to both supplement and complement the University’s mission and activities, in particular to gain greater understanding of the role of quality open learning content in a more digitally connected world.
CV: Prof. Andy Lane

K2 - Partager…. Facile à dire!
Referent: Dr. med. Raphaël Bonvin, Université de Lausanne
La formation médicale est sensiblement la même à travers l’Europe et la Suisse. Ce « biotope » devrait favoriser le partage des nombreuses ressources pédagogiques produites. Mais force est de constater qu’il n’est pas aussi facile de le faire que d’en parler. Tour d’horizon des barrières rencontrées sur le terrain (qualité des contenus, copyright,…) et des tentatives pour les surmonter (HON, Heal, ….).
CV: Dr. med. Raphaël Bonvin

K3 - OER? Positionen und Strategien der SRG SSR idée suisse
Referent: Armin Walpen, Generaldirektor SRG SSR idée suisse
Gemäss verfassungsmässigem Auftrag haben Radio und Fernsehen zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsäusserung und zur Unterhaltung beizutragen. Beide sind heute durch die webbasierten interaktiven Informations- und Kommunikationsmittel herausgefordert und müssen sich im wachsenden Angebot neu positionieren. In diesem boomenden Markt bestehen hohe und zum Teil vordergründig widersprüchliche Anforderungen für die Anbieter. Hohe Einschaltquoten versus Qualität? Setzt sich der freie Zugang (Open Access) zu Informationen oder Bildungsmedien (OER), wie sie Google und neuerdings wichtige Verlage mit werbefinanzierten Businessmodellen praktizieren (wie z.B.Spiegel, Brockhaus) durch? Welchen Spielraum haben hier das gebührenfinanzierte, aber mit Werberestriktionen (insbesondere im Internet) eingeschränkte Radio und Fernsehen? In dieser Keynote wird dargelegt, wo und wie sich die SRG SSR idée suisse im rasch wandelnden Umfeld positionieren will und welches ihre Zukunftsstrategien sind.
CV: Armin Walpen

K4 - Aspekte des Qualitätsmanagements von OER
Referenten: Per Bergamin, FFHS & Prof. Dr. Rudolf Groner, Universität Bern
Es mehren sich die Anzeichen, dass Fragen zur Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit von OER in den Vordergrund rücken. Erste generelle Überlegungen dazu sind vorhanden. Steht vor allem die didaktische Anwendung von OER im Vordergrund? Lassen sich herkömmliche Qualitätsmerkmale des Unterrichts auf OER anwenden oder können wir vorerst einmal mehr von FLOSS-Bewegung (Free Open Source Software) lernen? Ein massgebender Qualitätsaspekt ist die Usability (Benutzerfreundlichkeit) von OER, hier gilt es zuerst einmal, Qualitätsstandards und Methoden zu ihrer Messung zu erarbeiten. Es wird ein Modell basierend auf fünf Ebenen präsentiert:
(1) Perzeption (gemessen durch Blickrichtungsdaten der Rezipierenden während der Nutzung der Ressourcen), (2) Kognition (gemessen durch Verbalisierungen), (3) Aktion (anhand der Logfile-Analyse), (4) Evaluation (erfasst in Interviews). Schliesslich werden verschiedene mögliche Szenarien der Steuerung des Qualitätsmanagement-Prozesses skizziert und diskutiert.
CV: Per Bergamin - CV: Prof. Dr. Rudolf Groner

K5 - Open Educational Resources im Web 2.0 - Erschliessung und Qualität
Referent: Prof. Dr. Werner Hartmann, PHBern
Der Übergang vom Web 1.0 zum Web 2.0 ist durch eine wachsende Benutzerpartizipation geprägt; die Konsumierenden sind gleichzeitig auch die Produzierenden. Neben der thematischen Erschliessung durch Experten und der syntaktischen Erschliessung durch Suchmaschinen kommt auch der semantischen Erschliessung der Inhalte durch die Benutzenden selbst mittels Tagging ein immer grösserer Stellenwert zu. Aufgrund der teils hohen Qualität und Aktualität werden Web 2.0 Angebote im Bildungsbereich auch zu einer ernsthaften Konkurrenz von Lehrmittelverlagen und Bildungsportalen. Lehrpersonen finden Lehr-/Lernressourcen oft schneller im Web 2.0 als bei herkömmlichen Informationsdiensten wie Bibliotheken oder Bildungsservern, insbesondere multimediale Audio- und Videoressourcen. Mit Open Access 2.0 ist also ein Kontrollverlust seitens der Bildungsinstitutionen verbunden und es stellt sich die Frage, ob eine Qualitätssicherung für den Bildungsbereich im Web 2.0 überhaupt noch möglich ist. Oder wird die Qualität der Bildungsangebote im Web 2.0 analog zur Wikipedia von den Benutzenden selbst sichergestellt?
CV: Prof. Dr. Werner Hartmann