Begrüssung Gerhard Pfander, Institutsleiter, PHBern
Keynotes SFEM 2009
K1 – Technologische Veränderungen – Auswirkungen auf das Lernverhalten
Referent: Markus Nufer, IBM Schweiz AG
Die meisten Jugendlichen nutzen ganz selbstverständlich neue Informatik- und Kommunikations-Technologien täglich in ihrem Umfeld. Sie kommunizieren so auf ihre Art mit ihrem sozialen Netzwerk und erledigen ihre täglichen Aufgaben. Die Schulen und Hochschulen stehen jedoch vor der Frage, ob diese neuen Hilfsmittel geeignet sind, ein neues Lernverhalten zu unterstützen oder ob sie eher ein Hindernis auf dem Weg des Lernens sind.
CV: Markus Nufer
Referat: Technologische Veränderungen – Auswirkungen auf das Lernverhalten
K2 – Kollaboration in Innovationsnetzwerken durch Schwarmkreativität
Referent: Dr. Peter A. Gloor, MIT, Boston
Die explosionsartige Ausbreitung des Internet ermöglicht eine völlig neue Art des Lernens in Teams. Selbstorganisierende Schwärme von intrinsisch motivierten Menschen entwickeln neue Konzepte in kollaborativen Innovationsnetzwerken und verbreiten sie in kollaborativen Lernnetzwerken blitzschnell weiter. Auf sozialen Netzwerkplattformen – Stichworte Web 2.0, FaceBook, Twitter – finden neue Trends sofortige Aufnahme in Gruppen Gleichgesinnter, den “Peer-Groups”. In diesem Vortrag geht es um Coolhunting, das Erkennen neuester Trends durch das Erkennen von Trendsettern, und Coolfarming, die Unterstützung der Trendsetter bei der Ausbreitung der neuen Trends durch virales Marketing der kreativen Schwärme.
CV: Dr. Peter A. Gloor
Artikel 1: Coolhunting durch Schwarmkreativität
Artikel 2: Coolfarming – How Cool People Create Cool Trends
Podcast: Coolhunting: Chasing Down the Next Big Thing
Referat: Kollaboration in Innovationsnetzwerken durch Schwarmkreativitaet
Referat an der Universität in Amsterdam, 28.5.2009 (Länge ca. 1.30h)
K3 – Elektronisch lernen als Zukunftsrezept
Referent: Nationalrat Johann N. Schneider-Ammann
Besser gebildet bedeutet die bessere Grundlage zum Bestehen der konkurrenziellen Herausforderungen. Dies gilt für die Einzelperson, das Unternehmen und ganze Volkswirtschaften im Standortwettbewerb. Modernste Lehrmittel steigern die Lern-Effizienz. Sie fördern die Freude und die Wissbegier. Das Lernen wird spannender und – anspruchsvoller. Und zentral bleibt dabei der Mensch mit seinen Fähigkeiten und seinen Sensibilitäten. Was die Industrie erwartet, wird im Vortrag aufskizziert.
CV: Johann N. Schneider-Ammann
Referat: Elektronisch lernen als
Zukunftsrezept
K4 – Netzwerke. Erfahrungen aus der europäischen Hochschulzusammenarbeit
Referent: Bernd Wächter, ACA, Brüssel
Bernd Wächter’s Vortrag widmet sich der vernetzten Zusammenarbeit von Hochschulen in Europa – auf dem Feld der Hochschulbildung und Forschung bei denen im Rahmen von Projekten heute zumeist auch Wirtschaftspartner einbezogen werden. Nach einer Identifikation der konstituierenden Elemente von sowohl institutionellen, teilinstitutionellen und personenbezogenen Netzwerken wird der Referent auf die Geschichte, die Funktion und den politischen Kontext von Netzwerken in der EU-Förderung eingehen und diese mit nationalen Ansätzen kontrastieren. Im abschliessenden Teil wird ein Versuch unternommen, Erfolgsvoraussetzungen von Netzwerken zu benennen.
CV: Bernd Wächter
Referat: Netzwerke
K5 - Neuere Trends im Internet und im eLearning: Was sind Web 2.0-Methoden im Studium wert?
Referent: Prof. Dr. Rolf Schulmeister, Universität Hamburg
Viele Erwartungen richten sich auf eine grundlegende Veränderungen von Lehre und Lernen durch die Integration von Web 2.0-Methoden in den Unterricht. Was können Wikis und Weblogs nach neueren hochschuldidaktischen Forschungen und Erkenntnissen für Lehre und Studium beitragen? Es wird aus mehreren Studien zur Kommentarkultur im Internet und aus mehreren Befragungen grösserer Stichproben Studierender berichtet. Die neueren Trends im Internet werden kritisch aus kommunikationstheoretischer, motivationspychologischer und wissenschaftstheoretischer Sicht auf ihren Nutzen für die Lehre und die Einsatzmöglichkeiten im Studium “abgeklopft”.
Widersprüchliche Thesen reichen von der Stärkung der Selbstorganisationsfähigkeit bis zum Geschäft mit der Geschwätzigkeit, vom Bewusstsein der Freiheit im informellen Lernen bis zur Unmöglichkeit, mit Web 2.0-Methoden das formale Lernen zu unterstützen, von der unbeschränkten Öffentlichkeit zur kommerziellen Verwertung privater Meinungen, von der Hoffnung auf die Partizipation aller bis zur Errichtung einer neuen sozial-kognitiven Barriere.
CV: Prof. Dr. Rolf Schulmeister
Publikation: Gibt es eine »Net Generation«? – Version 2.0 Fazit: S. 118ff
Prof. Rolf Schulmeister beabsichtigt, im Dezember 2009 eine dritte Version auf seiner Website bereitzustellen: http://www.zhw.uni-hamburg.de/zhw/?page_id=148
Artikel: Der Computer enthält in sich ein Versprechen auf die Zukunft
Video: PLE zwischem Alltäglichem und Besonderem: Was konstituiert eigentlich eine LERNumgebung?
Referat (17 MB)

